(c) Nintendo
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Super Mario Maker auf der gamescom 2015

Schon seit Jahren existieren in den Weiten des Internets diverse Mario Fan Projekte, Mods und ROM Hacks, die die klassischen 2D Mario Titel auf verschiedenste Art nachempfinden oder in unspielbare, komplett überdrehte Jump ‚N Run Höllen verwandeln, die Super Mario Bros. 2 (aka The Lost Levels) wie eine Kaffeefahrt wirken lassen. Spielbar waren diese Titel natürlich nur auf dem PC oder auf Konsolen über Umwege, wie Hardwaremodding. Bequem zu spielen waren diese inoffiziellen Fan Projekte somit nie wirklich.


Dies hat auch Nintendo erkannt und bringt mit dem Super Mario Maker einen Mario Level Editor direkt auf die Wii U. Neben sechzig vorgefertigten Leveln, die durchaus von den bewährten Designprinzipien Nintendos abweichen, steht der Leveleditor im Vordergrund.
In diesem haben SpielerInnen die Möglichkeit ihre eigenen Level zu kreieren und haben dabei eine große Zahl an Elementen aus den früheren 2D Mario Titeln zur Verfügung.
Dabei können unter anderem auch Elemente miteinander kombiniert werden. So ist es möglich Items sowie Gegner in Kisten oder Röhren abzulegen und Gegner können durch die Zugabe von Pilzen vergrößert werden. Kurz: der Komplexität der Level ist so gut wie kein Ende gesetzt und es ist offensichtlich, dass der Titel seine Ursprünge in interner Entwicklungssoftware hat. Limitiert ist nur die Größe der Level, die in der kurzen Anspielsession aber auch noch recht großzügig erschien.

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Als besonderes Gimmick bietet das Spiel an, konstant zwischen den Grafikstilen von Super Mario Bros., Super Mario Bros. 2, Super Mario World und New Super Mario Bros. U zu wechseln. Nur bleibt leider die Spielphysik immer die Gleiche, aber die nostalgische Begeisterung überschattet dies kaum.

Bei all der Komplexität macht Super Mario Maker in der Bedienung glücklicherweise keinen klobigen oder unhandlichen Eindruck. Das Touchpad des Wii U Gamepads kann endlich wieder einmal sinnvoll verwendet werden und alles ist schnell erreichbar. Auch ist der konstante Wechsel zwischen Spiel und Editor sogar bei nicht selbst erstellten Leveln gegeben und selbst die Items können zur schnelleren Auswahl umgeordnet werden.

Super Mario Maker macht somit einen sehr zugänglichen Eindruck, was zum Teil an der liebevollen und angenehmen Menüführung liegt, aber vor allem dem Fakt geschuldet ist, dass die Grundelemente von Mario Spielen schon immer recht simpel waren, in Kombination dennoch schier unendliche Möglichkeiten bieten.

Die Level können unter SpielerInnen ausgetauscht werden, allerdings muss derjenige, der das Level teilt, dies schon einmal selbst durchgespielt haben. Nintendo versucht so eine Flut an übertrieben schweren Leveln zu verhindern. Typisch für Nintendo wird auf Chatfunktionen o.ä. zwischen Spielenden verzichtet, aber es möglich Levels zu bewerten und verschiedene Statistiken zu diesen abzurufen, wie bspw. die Rate der SpielerInnen die ein Level beendet haben.

Im Endeffekt wird der Erfolg von Super Mario Maker durch die Community entschieden, wobei es jetzt schon mehr als wahrscheinlich erscheint, dass sich passionierte Fans mit Freuden auf den Leveleditor stürzen werden. Das Grundgerüst macht auch nach einem nur recht kurzen Einblick einen sehr guten Eindruck und definitiv Lust auf mehr.

Bis zum Erscheinungstermin am 11. September diesen Jahres können also schon einmal Levels auf Karopapier vorgezeichnet werden.

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Marco Siegmund

Marco Siegmund

Spielt sowohl Computer als auch hauptsächlich Videospiele seitdem er denken kann. Begann seine Laufbahn mit der PSone und ist seitdem auch der Playstation als Hauptplattform treu geblieben. Abgeneigt ist er den anderen Konsolen und dem PC allerdings nicht. Als Jugendredakteur sieht er seine Aufgaben darin, das allgemeine Bild von Videospielen zu verbessern
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