Grafik via Nintendo
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Pokémon Go – Sie sind wieder da

Wie im Oktober letzten Jahres angekündigt (http://ctrl-blog.de/?p=1913) ist Pokémon Go! für Android und iOS am 13.07.2016 offiziell in Deutschland erschienen! In Australien und den USA wurde es schon vorher veröffentlicht. Wegen Serverproblemen wurde der Deutschlandrelease vom 10.07.2016 auf unbestimmte Zeit verlängert, ließ aber nicht mehr auf sich warten. Durch Umwege war es schon vorher möglich das Spiel auf den Smartphones zu spielen – natürlich nur auf eigenes Risiko.

Am Abend der offiziellen Veröffentlichung hatte das Spiel auf Google Play bereits über 10 Mio Downloads. Zu den Serverproblemen kam es übrigens, weil die Entwickler Niantic Labs bzw. Nintendo nicht mit so einem Andrang gerechnet hatten.

Worum geht es in diesem Spiel?

Kurz gesagt geht es darum, den Pokédex, ein digitales Lexikon für diese Taschenmonster, zu vervollständigen. Das funktioniert ganz einfach in dem man die farbenfrohen Begleiter mit Pokébällen fängt. Anders als in den Gameboy/Nintendo DS spielen, kämpft man nicht mit eigenen Pokémon gegen solche, die man im hohen Gras findet. Man steht Ihnen alleine gegenüber und muss gezielt einen Ball auf sie werfen. Landet der Ball stattdessen auf dem Boden heißt es: Pech gehabt. Wer schnell genug ist, kann diesen wieder aufheben. Andernfalls geht es mit dem nächsten Versuch weiter. Entweder so lange, bis die Bälle alle verbraucht sind oder bis das virtuelle Wesen keine Lust mehr auf euch hat und in einer Rauchwolke verschwindet. Kommt schon mal vor. Man kann diese auch bestechen und Ihnen Beeren zu fressen geben, bevor man versucht sie zu fangen.

Was unterscheidet die Smartphoneversion von der Gameboyvariante?

Vor 20 Jahren wurde die erste Generation veröffentlicht. Vorerst ist auch nur diese auf Pokémon Go! zu finden. Warum sollte man also mit dem Smartphone und nicht auf einem klassischen Gameboy spielen?

Pokémon Go! basiert auf „Augmented Reality“, also erweiterter Realität. Das bedeutet, man kann die Handykamera nutzen, um Pokémon in der realen Welt zu sehen – natürlich nur auf dem Bildschirm. Dabei kann es zu ganz kuriosen Fundorten kommen.

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Moment mal, in der Küche? Auf welchem Kontinenten spielt es denn? Johto, Kanto?
Weder noch. Googles Tochter Unternehmen Niantic Labs nutzt dabei natürlich Google-Maps. Es Spielt also dort, wo ihr euch befindet. (Denkbar ist auch, das bald Google-Glass in das Spiel mit einbezogen wird) Das heißt ebenfalls, dass ihr euch bewegen müsst um zu spielen. Es gibt keine Pfeiltasten zum laufen. Euer Charakter bewegt sich mit euch, auf der realen Karte im Smartphone. Abgefahren. Im Startbildschirm gibt es lediglich eine Warnung.

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Zum anderen ist es, wie bereits oben beschrieben Spieler vs. Pokémon in Echtzeit. Heißt also, man muss nicht warten, bis man wieder an der Reihe ist, wie es früher war. Das macht es nochmal schneller und für Spieler viel interaktiver. So kann es also vorkommen dass ein Habitak einfach euren geworfenen Pokéball wegköpft und ihr euch verspottet fühlt. Es ist euch also nicht mehr wehrlos ausgeliefert wie vor 15 oder 10 Jahren!

Früher konnte man die Begleiter trainieren. So gingen die Level von 1 bis 100. Heute ist es so, dass euer Charakter (mehr oder weniger Ihr selbst) ein Spielerlevel hat. Je höher euer Level ist, desto stärker sind die wilden Pokémon. Es kann also sein, dass man am Anfang einem Rattfratz mit 15 CP (Combatpoints) begegnet, und später ein Rattfratz mit 185 CP. Wenn man dieses jetzt entwickelt, so ist das letztere auch garantiert stärker als jenes mit 15 CP.

Ach ja, entwickeln. Das war früher vom Level abhängig. Nun funktioniert es wie folgt. Wenn man Pokémon doppelt hat, schickt man diese zum Professor. – Prof. Willow heißt übrigens der, der euch diesmal durch die halbe Weltgeschichte schickt – Man bekommt dafür einen Bonbon. Bei einem Karpador z.B. bekommt man einen Karpador-Bonbon. Um Karpador zu Garados zu entwickeln benötigt man sage und schreibe 300 Karpador-Bonbons. Pro gefangenem Karpador bekommt man auch 3 Karpador-Bonbons. So muss man also 100 Karpador fangen, damit man eines zu einem Garados entwickeln kann. Drachen haben also ihren Preis.

Wie kämpfe ich denn jetzt!?

PvP ist ebenso wie Pokémon untereinander tauschen noch nicht möglich. Jedoch kann man gegen einen Arenaleiter kämpfen, dieser ist auch ein Spieler. Man spielt also gegen ein Pokémon welches ein anderer Spieler zur Verteidigung der Arena dort gelassen hat.

Indem man auf sein Pokémon tippt greift man das gegnerische an. Durch streichen nach links oder rechts kann man den Angriffen ausweichen. Wenn eine blaue Leiste unter der Lebensanzeige gefüllt ist, drückt man auf seinen Begleiter, bis dieser sich auflädt und lässt los, um die Spezialattacke auszuführen.

Je höher das Level einer Arena, umso mehr Arenaleiter können dort vertreten sein. Das level kann man erhöhen indem eigene Teammitglieder in der Arena trainieren, was auch wieder Erfahrungspunkte bringt.

Pokémon Go Plus

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Das Armband war für kurze Zeit auf Nintendos Website vorbestellbar, soll am 31. August in Deutschland erscheinen. Detaillirtere Informationen zur Plus Variante findet ihr auf unseren oben verlinkten Artikel.

Zurzeit soll das Armband nur mit Smartphones laufen, die iOs 8 oder iOS 9 als Betriebssystem haben. Die Hersteller arbeiten an der Kompatibilität für Android-Smartphones.

Pädagogisch-Gesellschaftliche Stellung des Spiels

Kinder und Menschen mit jungem Geist müssen nicht mehr zuhause vor der Konsole sitzen wenn sie Pokémon spielen wollen. Raus gehen, neue Gebiete im eigenen Viertel entdecken un Menschen begegnen die auch das selbe Spiel spielen. (Nicht nur den Charakteren wie z.b. aus MMORPGs)

Socializing scheint hier auch wichtig zu sein, denn man wählt ein Team aus mit dem man sich identifizieren kann. Begegnet man Spielern vom selben Team entsteht direkt eine Sympathie, man unterhält sich, und schmiedet Ideen die nächste Arena zu übernehmen, spricht sich ab wo man die unterschiedlichsten Taschenmonster fangen kann etc.

Pokémon Go ist zudem eine gute Hilfe für sozial ängstliche, Depressive und Menschen mit autismus, raus an die frische Luft zu gehen und einen Zugang zu anderen Menschen zu finden. Das Spiel erleichtert solchen Menschen, die sonst sehr zurückgezogen sind und kaum Antrieb finden, sich selbst zu bewegen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch wenn die Motivation nur darin besteht ein digitales Wesen zu fangen, werden damit positive Emotionen verknüpft.

Quellen:

Abra (http://imgur.com/fQh1ePL)
Karpador (http://media2.giga.de/2016/07/karpador.jpg)

Pokémon Go Plus (http://assets1.ignimgs.com/2015/09/10/2jpg-995db3_765w.jpg)

 

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Okan Kaysim

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Freigeist im Socialmedialabyrinth, Virtuose im Web und Gamingveteran.
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