Horizon: Zero Dawn – Die Steinzeit als Selbstfindung

Bekannte Bilder begegnen uns dieses Jahr bei dem Stand von „Horizon: Zero Dawn“ auf der gamescom. Irgendwie gleichen die Szenen 1 zu 1 denen, die wir bereits auf der E3 gesehen haben. Doch ist den Entwicklern diese Wiederholung zu verzeihen, schließlich wurde das Spiel erst auf der E3 präsentiert, erstmalig in Europa der Presse präsentiert und ist auch noch unglaublich schön.

Die Entwickler bereiten den Saal bereits darauf vor und warnen, dass bis auf ein Element alle weiteren UI-Elemente ausgeblendet wurden. Doch versprach man uns eine XP-Bar und viele weitere RPG-Elemente. Nach dieser kurzen Einführung sah man den bekannten E3-Trailer und sprang danach sofort ins Spiel. Dabei muss man den Entwicklern lassen, dass sie ein wirklich schönes Spiel produziert haben und es den Next-Gen Konsolen gerecht werden könnte. Vorweg die wichtigsten Fakten. Das Spiel soll 2016 für die PS4 erscheinen und ist ein Aktion-RPG. Allerdings ist keine Morpheus Portierung geplant. Aber nun zu dem eigentlichen Setting:

Die Welt von Horzion, spielt nach unserer Zeit. Die Menschheit ist zugrunde gegangen und nur wenige konnten sich in Stämmen retten. Durch das Verschwinden des Menschens verwahrlosten die Städte und die Natur eroberte das Land zurück. Doch ist die Fauna nicht mehr die selbe, die wir kannten. Nahezu jeder Bereich ist von dinosaurierartigen Robotern beheimatet. Zwar mag dieses Szenario auf den ersten Blick skurril erscheinen und die Entwickler begründeten, dass die Idee nur entstanden ist, weil das Studio in Amsterdam liegt, doch das Spiel soll Tiefgang bieten. Insbesondere die Charakterentwicklung und philosophische Fragen sollen beantwortet werden. Zwar ist ungewiss, ob das Spiel überhaupt auf unserem Heimatplaneten Erde spielt, doch sollen menschliche Fragen wie: Wer bin ich? Woher kommen wir? Was ist meine Aufgabe in dieser Welt?, beantwortet werden. Und auf einmal scheint das Szenario höchst interessant. Wie reagieren wir Menschen darauf, nicht mehr die Spitze der Nahrungskette zu sein und sinnbildlich von den Maschinen wieder in die Steinzeit geworden zu sein.
Diese Fragen werden in eine naturüberwucherte Welt eingebettet, welche den Anspruch an BBC Nature Dokumentationen haben soll. In dieser Welt soll eine junge Frau das Rätsel der Roboterwesen lösen und ist dabei sowohl alleine als auch mit NPC auf Jagd.

Sollte das Spiel ein Erfolg sein, würden sich die Entwickler wünschen ein Franchise aus dem Titel zu schaffen, doch sollen die Spieler dies entscheiden. Das Spiel hat dabei insbesondere den Spieler zu unterhalten und soll nicht wie andere AAA Titel mit einer besonders langen Spielzeit überzeugen. Ob die Rückwurf in die Steinszeit wirklich zur Selbstfindung führt, werden wir wohl erst im nächsten Jahr herausfinden, allerdings behalten wir das Spiel im Auge und hoffen, dass wir beim nächsten Mal ein bisschen mehr sehen dürfen.

(c) Sony
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Aktuell studiert Chris Medienwissenschaften in Köln und interessiert sich für Games und deren soziale Wirkung. Außerdem studierte er für ein Jahr in Tokyo.
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Ein Kommentar

  1. Horizon sieht richtig gut aus. Das muss man wahrlich anerkennen. Ich denke das wird ein richtig geniales Spiel. Alleine die Screenshots hier sagen ja schon eine ganze Menge aus. Klasse Beitrag.

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