Würfel eine 5 und der Drache ist besiegt – Sword Coast Legends

Bevor es Computer gab, trafen sich Freunde und erlebten ihre eigenen Abenteuer. Diese fanden sich allerdings nicht in der Natur, sondern zu Hause auf einem Tisch. Eine gekaufte Karte mit einem Handbuch, ein paar Spielfiguren und Würfel dienten als Grundlage. Dieses Hobby wurde unter dem Namen „Pen and Paper“ bekannt. Bei diesem führt ein Spieler seine Freunde durch ein Abenteuer. Mit dem auftauchen von RPGs auf dem Computer verschob sich die Community ein wenig. Dieses Gefühl möchten die Entwickler von Sword Coast Legends wieder zurück zu den Fans von RPGs bringen.

Komm ich bau dir einen Dungeon
Das System ist dabei klassisch und doch einzigartig. Ein Spieler kann einen Dungeon über zehn Etagen erstellen und frei gestalten. Dazu bietet das Spiel verschiedene Figuren, Gegenstände und Werkzeuge an, um den Schöpfer so viele Möglichkeiten wie möglich anzubieten. So können eigene Bosse mit speziellen Fertigkeiten erstellt werden, aber auch Bereiche nach Wunsch speziell ausgeleuchtet werden. Beispielsweise schaffen wir durch eher rötliches Licht eine Feuerhöhle und mit grünem Licht eine moosbewachsene Höhle. Aber nicht nur Figuren, Räume und Gebiete können erstellt oder angepasst werden. Das Spiel wird auch die Möglichkeit geben, eigene Quests zu erstellen.

Ein Spiel für Helden?
Natürlich bietet das Spiel auch die Funktion die Dungeons zu besuchen und zu besiegen. Dazu kann der Spieler und 3 weitere Spieler aus den üblichen Heldenklassen wählen und den Dungeon erkunden. Inwiefern die Dungeon unterhalten, ist natürlich stark von dem Ersteller abhängig. Der Reiz wird wohl hauptsächlich auf das Zusammenspielen mit seinen Freunden liegen und sich über den Ersteller der Karte zu ärgern.

Comeback des Pen and Papers?
Das ganze System klingt, für mich, sehr interessant und wirkt auch schon recht ausgereift. Der Umfang des Editors scheint für die verschiedensten Ideen auszureichen. Schließlich wird dieses Spiel wohl hauptsächlich durch diese leben. Welcher RPGler wollte sich nicht mal daran versuchen selber einen Dungeon zu erschaffen, eigene Quest zu schreiben und seine Freunde auf ein Abenteuer zu schicken. Wer allerdings nicht nur seine Freunde unterhalten möchte kann seine Welt auch hochladen und diese somit jedem zur Verfügung stellen. Doch sollte man für das Spiel auch Zeit mitbringen. Bis zu zehn Stunden sollen nämlich Dungeons dauern können. Dies ist jedoch abhängig davon, wie viele Etagen und wie schwer der Dungeon gestalten worden ist. Dadurch sollte sowohl für die Kreativen als auch für die Abenteurer etwas im Spiel zu finden sein. Der Erfolg wird allerdings abhängig von dem Editor, den Abenteuer und letztendlich der Community sein.

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Christian Theisen

Aktuell studiert Chris Medienwissenschaften in Köln und interessiert sich für Games und deren soziale Wirkung. Außerdem studierte er für ein Jahr in Tokyo.
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