Heavy Metal Machines = Demolition Derby + MOBA + Capture the Flag

Was passiert wohl, wenn man die Spielmechaniken von Car Demolition Derby Videospielen mit denen von MOBAs mischt und Ziel des Spiels ist, eine Bombe in den gegnerischen Spawn zu transportieren?

„Heavy Metal Machines“ heißt das Spiel von Hoplon, das diesen Spagat wagt. Man spielt 4 gegen 4 in Autos, die sich in 3 Klassen unterteilen lassen:

Die „Interceptors“, also die „Abfänger“ bzw. „Jäger“ sind darauf spezialisiert, den Gegner daran zu hindern, die Bombe zu nehmen, bzw. ihn dazu zu bringen, die Bombe wieder fallen zu lassen. Dafür haben sie Schubs- und Attackier-Eigenschaften, wodurch sie auch wichtig beim Beschützen des Bombenträgers sind, indem sie die gegnerischen Jäger zerstören. Die „Transporter“ sind Experten im Bewegen der Bombe. Sie halten auch harten Angriffen stand, ohne dabei an Geschwindigkeit oder Wendigkeit einbüßen zu müssen. Die „Supports“ unterstützen ihre Teammitglieder. Vorzugsweise natürlich den Bombcarrier. Sie können reparieren und schützen, können den Gegner aber gegebenenfalls auch stören.

Die MOBA Einflüsse schlagen sich in zwei Elementen nieder: Zum einen ist die Steuerung eher Racer untypisch, indem man dorthin klickt wo man hinfahren will. Linksklick zum vorwärts fahren, rechts für die andere Richtung. Zum anderen erinnert das Kaufmenü sehr stark an das von bekannten MOBAs, nur das es hier logischerweise auf Racing angepasste Fähigkeiten upzugraden gilt.

Man spielt in einem Post-apokalyptischen Setting. Dazu die „Mad Max“ inspirierten Autos mit Heavy Metal Elementen und natürlich die begleitende Heavy Metal Musik und fertig ist die dämonische Höllenstimmung. Es gibt zwei verschiedene Arenen: Die erste ist eine komplett spiegel-symmetrische Arena mit einer zentralen Bombe und einer Rennstrecke, die sich einmal komplett darum fügt. Die andere, jüngere Arena „Temple of Sacrifice“ ist T-förmig und die beiden Teams starten Seite an Seite.

Das Spiel ist bereits seit dem 31. Januar 2017 auf Steam als Free to Play Spiel erhältlich und schon so erfolgreich, dass es bereits erste E-Sport Turniere mit Preisgeld von bis zu 4.000€ gab.

Jan Turowski

Jan Turowski

Wannabe journalist and wannabe musician from Cologne who is interested in cool stuff like (video) games, poetry slams, card tricks and all kinds of cool music.
Jan Turowski

Letzte Artikel von Jan Turowski (Alle anzeigen)