How to earn money – Das Bezahlmodell von MMOs

Geld regiert die Welt. Wir alle müssen irgendwie Geld verdienen, am Besten suchen wir uns einen Job den wir gerne machen. Für viele  wäre es ein Traum mit Computerspielen zu arbeiten und längst sind die Zeiten vorbei, wo die Branche belächelt wurde. Kaum ein anderer Bereich wächst so stark wie die Computerspielbranche. In diesem Artikel möchte ich Beispiele dafür geben, wie mit Massively-Multiplayer-Onlinespielen (kurz:MMOs) Geld verdient wird.

Pay to Play

Wenn man an MMOs denkt, fällt einem häufig der Name „World of Warcraft“ ein. Mittlerweile sollte bekannt sein, dass das zehn Jahre alt Spiel noch immer über 10 Millionen aktive Abonnenten besitzt. Das sind 10 Millionen Menschen die regelmäßig pro Monat um die 14 Euro für WoW ausgeben. Das Spiel ist ein Vertreter der Pay to Play (P2P) Onlinespiele. Allgemein heißt das, dass jeden Monat eine gewisse Summe, meistens 14 Euro, verlangt wird um das Spiel weiterspielen zu können. Doch siWorld of Warcraft Abond dies nicht die einzigen kosten, die anfallen. Ein neuer Spieler muss sich auch das Grundspiel kaufen, welches moderater weise nur noch 10 Euro kostet. Allerdings veröffentlicht Blizzard alle zwei Jahre ein Addon, welches das Spiel zwar immens erweitert, dennoch um die 50 Euro kostet. Ein anderes Spiel mit Abomodell ist zum Beispiel  „Wildstar“.

Persönliche Meinung:
P2P ist ein Thema über was man sich wirklich Gedanken machen sollte. Wer ein MMO mit Abomodell spielt sollte sich bewusst machen, dass diese Spiele darauf ausgelegt sind, Spieler längere Zeit darin zu binden. Doch muss das nicht sofort negativ sein. Spiele wie WoW sind meistens riesig und bieten dem Spieler Unterhaltung über längere Zeit. Die vierzehn Euro im Monat sind zwar zu verkraften und sind meistens berechtigt, wenn sich das Spiel länger in diesem Modell hält, aber dennoch eine Vorüberlegung wert. Insbesondere neueren Spielern würde ich empfehlen, sich eine Testversion des Spiels auf der offiziellen Seite zu besorgen und vorher zu testen und sich selber überzeugen.

Free to Play

Im direkten Vergleich ist das Free to Play (F2P) System – das genaue Gegenteil eines P2P Modells. Das Spiel kann von jedem kostenlos heruntergeladen werden und verlangt nur eine Registration auf der Webseite des Entwicklers. Doch wie verdient der Entwickler nun Geld? Er bietet Hilfe in einem sogenannten Cash Shop (CS) an. Darunter werden Items wie zum Beispiel ein Levelboost, Klamotten und Skins verkauft. Hier sei allerdings zu beachten, dass jedes Spiel unterschiedlich faire Shops besitzt und andere Items verkauft. So unterscheidet man zwischen fairen und unfairen Shops. Von einem unfairen Shop spricht man sobald man unfaire Vorteile gegenüber anderen Spielern erkaufen kann, die den Shop nicht nutzen. Ein Beispiel dafür wären Waffen, welche stärker sind, als Waffen die man im normalen Spielverlauf findet. Unfair ist auch, wenn man ohne den Shop im Spiel nicht mehr weiterkommt. Bekannte MMOs die unter dem F2P laufen sind „Star Wars: The Old Republic“ oder „Rift“.
Dieses Modell eines Cash Shops ist längst aus dem MMO-Genre in andere Genre übergesprungen. Der wohl geläufigste Vertreter sind Mobilegames, welche über den Ingame Shop mehrere Millionen Euro machen. Mobile Games mit Ingame Shop sind zum Beispiel „Clash of Clans“ oder „Plants vs. Zombies 2“. Aber auch aktuelle Spiele wie „Assassins Creed Unity“ verwenden einen solchen Shop.

Persönliche Meinung:
Früher waren F2P Spiele ein Fluch und ein Segen zu gleich. Wenn Ferien waren und man kein neues Spiel zuhause hatte, konnte man sich schnell ein kostenloses MMO herunterladen. Der Nachteil, die Shopfalle schnappte recht schnell zu und man fühlte sich häufig genötigt Geld auszugeben. Diese Situation ist vielen noch im Hinterkopf, die das Bezahlmodell deswegen verfluchen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass eben jeder das Spiel spielen kann und dass es schwer wird mit zufälligen Leuten zu spielen. Im Hinblick des Shops haben sich die Spiele allerdings meistens zum positiven gewandelt. Immer häufiger hört man von Spielen die vom Abomodell zum F2P wechseln und einen fairen Shop anbieten. Selbst Blizzard hat einen Shop in sein MMO eingebaut und die letzten Games aus der Spieleschmiede sind alle unter F2P released worden.

Buy to Play

Die wohl neuste und aktuellste Möglichkeit ein MMO zu bezahlen ist Buy to Play. Wie der Name vermuten lässt kauft man sich bei Buy to Play (B2P) das Spiel und kann dieses ohne Einschränkungen spielen. Die wohl bekanntesten Vertreter ist das Guild Wars Franchise. Aber auch „The Secret World“ hat sich dazu entschieden von P2P auf B2P umzuwechseln. Das aktuellste Beispiel ist allerdings „Elder Scrolls Online“, welches am 21.01.2015 bekannt gab, auf das B2P System umzusteigen. Die Spiele zeichnen sich dadurch aus, dass es meistens einen Ingame Shop gibt, dieser allerdings auf rein Kosmetische Artikel beschränkt ist und auf IteGW2 Item Shopms die Spielern keinen unfairen Vorteil geben. Dazu gehören dann z.B. weitere Charakterslots, größere Taschen und so weiter. Dass dieses System funktioniert, sieht man an „Guild Wars 1“. Dieses Competitve Online Roleplaying Game (CORG) wird dieses Jahr zehn Jahre alt und läuft noch immer durch die Einnahmen der Verkäufe und des Itemsshop. Ein Itemshop gehört aber nicht automatisch in ein B2P Spiel.

Persönliche Meinung:
Buy to Play ist ein sehr faires Modell für Gelegenheitsspieler. So hat man kaum laufenden Kosten und kann das Spiel spielen wenn man Lust hat. Häufig finanzieren sich diese Spiele zusätzlich durch Addons, welche um die 50 Euro kosten.

Ein Blick in die Zukunft

Allem in allem ist das Genre sehr breit aufgefächert und bietet verschiedene Möglichkeiten das Spiel zu bezahlen. Da MMOs in der Regel nicht nach 30-50 Spielstunden durchgespielt sind,Creed sollte man sich ein Modell aussuchen, welches zu einem passt. Ein neuer Trend ist die Möglichkeit das Abo mithilfe von einer Ingame-Währung zu bezahlen. Sokann man in „Wildstar“ mit der erspielbaren Währung Spielzeit von anderen Spielern kaufen. Auch WoW möchte diese Option bald anbieten. Hier sollten die Entwickler allerdings darauf achten, dass dieses nicht auf ein Pay to Win hinausläuft und Spieler, die mit Euros indirekt Spielgeld kaufen anderen Spielern überlegen sind.

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Christian Theisen

Aktuell studiert Chris Medienwissenschaften in Köln und interessiert sich für Games und deren soziale Wirkung. Außerdem studierte er für ein Jahr in Tokyo.
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