„And the Darwin-Award goes to…“

Die Fire Challenge als neuer Tiefpunkt im Netz

Als Anfang diesen Jahres die so genannte „Biernominierung“ von Australien nach Deutschland überschwappte, sorgte eine neue Trendwelle in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter für viel Furore. Dabei gab es durchaus auch zweigeteilte Meinungen, denn nicht jeder empfand die „Social Trends“ als reinen Spaß. Schnell kursierten Nachrichten über Todesopfer aufgrund von Alkoholvergiftungen in Zusammenhang mit den Nominierungen und stellten unser Verhalten in den sozialen Netzwerken grundlegend in Frage. Der neueste der „Social Trends“ wird die Diskussion, die mittlerweile abgeebt ist nun mit Sicherheit wieder auf den Plan holen. Denn bei der „Fire Challenge“ fragt man sich nur noch, ob man wirklich so blöd sein kann…

Wie der Name „Fire Challenge“ schon impliziert geht es bei diesem Trend um Feuer. Genauer gesagt um das Selbstanzünden einer Person, die sich vorher mit Alkohol übergossen hat. Der Sinn? Nunja, es fällt äußerst schwer einen zu finden. Die einzig mögliche Erklärung ist wohl der Kick, der in dieser gefährlichen Situation ausgelöst wird. Nur ist der allein natürlich nicht das Risiko wert sich selbst in Flammen aufgehen zu lassen. Berichte über schwerste Verbrennungen und eben auch Todesopfer haben nicht lange auf sich warten gelassen. Was treibt uns Nutzer der sozialen Netzwerke also dazu, solche Dinge zu tun? Ist es die Massendynamik, Mitläuferverhalten, der Wunsch der Welt zu zeigen, wie cool und mutig man ist? Diese neue Art des Aufmerksamkeitsstrebens ruft nur noch kopfschütteln hervor. Ein Bier auf ex zu trinken ist die eine Sache, sich selbst anzuzünden die andere. Und wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die Filmenden ihre Kameraden nicht im geringsten daran hindern wollen, sondern sich – ganz im Gegenteil – sogar noch darüber lustig machen, fragt man sich: „Was zum Teufel ist los?“ Mit der „Fire Challenge“ sollte die diesjährige Verleihung des „Darwin-Awards“ also eigentlich nur noch Formsache sein. Eine psychologische Untersuchung, mit deren Hilfe solchen Entwicklungen in Zukunft einhalt geboten werden kann ist zumindest dringendst anzuraten.

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Philipp Timmer

Es gibt solche und es gibt solche. Und dann noch solche. Und natürlich noch jene, welche und diese. Aber Philipp ist keins von beiden.