4Sight – Volle Konzentration

Kurz vor der E3 haben wir zum ersten Mal über das Spiel gehört. 4Sight sollte also ein Team-Taktikspiel mit Echtzeit-PVP sein (siehe Pressemitteilung).  Da wir uns aber überhaupt nichts vorstellen konnten, haben wir auf der gamescom einen genaueren Blick auf den Titel geworfen.

Entwickelt wird das Spiel von dem deutschen Unternehmen Travian Games und dem ukrainischen Team Shadow Masters. Die Pressemitteilung hat nicht gelogen, wir spielten in der frühen Version 1 gegen 1 und steuerten ein kleines Team aus vier Helden. Auswählbar ist unter anderem ein Scharfschütze, ein stark gepanzerter Schütze, ein Grenadier, ein Sanitäter und ein Ingenieur. Es wurden Teams vorgegeben, aber beim Erscheinen des Spiels können die Teams, Fähigkeiten sowie Kostüme angepasst werden. Die irgendwie unwichtige Geschichte ist eine Mischung aus SciFi und Mittelalter. Lehnsherren und Warlords regieren die Welt und um territoriale Macht zu erlangen, werden Söldner angeheuert.

Spielbeginn: Wir sind zwar in der Offensive, aber wir entscheiden uns für die defensive Kombination mit einem Sanitäter, einem Scharfschützen, einem Ingenieur und einem stark gepanzerten Schützen. Unser Gegenspieler entschied sich das Ganze zu kopieren. Nach einer kurzen Ladezeit werden wir von einem Hubschrauber abgesetzt. Wir testen die Steuerung auf dem Landeplatz noch ein bisschen, bevor wir uns entscheiden, den westlichen der zwei Punkte zu hacken. Sollten wir es schaffen, dann bekommen wir etwas mehr Zeit für die Mission. Dies bedeutet, den Stromgenerator zu zerstören.

1. Kampf: Deckung und Höhenvorteile sind in dem Spiel sehr wichtig. Unser Scharfschütze hat frühzeitig den Löffel abgegeben, nachdem wir uns blindlings über einen Verbindungssteg bewegt haben. Erwischt wurden wir von einem versteckten gegnerischen Sniper. Doch keine Angst, die Einheit kommt nach kurzer Wartezeit am Landeplatz zurück. Um also der Übermacht auszuweichen, laufen alle unsere Einheiten zum östlichen Ziel.

2. Kampf: Unser Gegner hat sich auch auf den Weg gemacht, weil wir laut taktiert haben. Trotzdem kamen wir eine Sekunde früher an und haben uns eine gute Position hinter einer Deckung gesucht. Dann aktivieren wir die Schildfähigkeit vom Tank und schützen uns damit hinter der Deckung noch besser gegen gegnerische Angriffe. Nachdem unsere Gegner sich hinter ihre Deckung begeben haben, schmeißen wir mit dem Ingenieur unser Automatikgeschütz zum Flankieren über ihre kleine Mauer. Während sich alle auf den Turm konzentrieren, laufen wir mit dem Sanitäter näher und werfen unsere Giftgranate zu ihnen rüber. Zur selben Zeit haben wir unseren wiedergeborenen Scharfschützen zum westlichen Missionsziel geschickt. Durch das Hacken verliert der Gegner die wichtigen Überwachungskameras im westlichen Gebiet. Also schleichen wir uns auf eine Anhöhe direkt am Kampfgebiet und schalten die angeschlagenen Einheiten des Gegners aus. Aus dieser entstandenen Übermacht konnten wir auch den zweiten Punkt übernehmen.

3. Kampf: Nun sind wir ganz nah am Ziel. Doch unser Gegner zeigt, dass er mehr Erfahrung hat. Er verwickelt uns immer wieder in kleinere Kämpfe. Zwar gewinnen wir alle Kämpfe, aber es kostet Zeit und Nerven. Und Zeit haben wir nicht. Wir treffen die schwere Entscheidung, unseren tapferen Scharfschützen vorzuschicken, um den Generator anzugreifen. Die anderen drei kämpfen sich Schritt für Schritt näher zum Generator. Anders als in Hollywoodgeschichten hatten wir nicht genügend Zeit, um den Sieg davonzutragen. Nach acht Minuten haben wir das Spiel aus Zeitgründen verloren.

Fazit: Nach der Runde waren wir geschafft. 4Sight ist wie Schach im hohen Tempo. Wir versuchen drei Züge im Voraus zu bewegen, nur um dann zu merken, dass der Gegner das auch getan hat. Dadurch werden die Kämpfe schnell und spannend gehalten. Noch gibt es keinen Erscheinungstermin und keine Vermarktungsstrategie für das Spiel, aber es ist jetzt schon sehr vielversprechend.

Von Kok Hung Cheong

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