CTRL-Blog Adventskalender #5 – 999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors

999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors ist ursprünglich ein Spiel für den Nintendo DS, das allerdings nur in Japan und Nordamerika veröffentlicht wurde, und das jetzt schon vor 10 Jahren. Heute kann man das Spiel aber immer noch genießen: Als „Zero Escape:The Nonary Games“ kann man auf Steam 999 und den Nachfolger Virtue‘s Last Reward im Doppelpack erwerben.

Die Spielgrundlage kennt man „irgendwie“: Neun Leute sind in einem sinkendem Schiff gefangen. In neun Stunden müssen sie die neunte Tür, die nach draußen führt, finden, sonst ertrinken sie. Dafür müssen sie zusammenarbeiten und Rätsel lösen, die man auch aus Escape Rooms kennt. Dabei läuft das ganze wie eine Visual Novel ab: Wir spielen Junpei, einen jungen Mann, der gar nicht weiß, was er hier zu suchen hat. Zufälligerweise ist auch seine Kindheitsfreundin Akane eine der acht weiteren Personen, die versuchen zu entkommen. Im Hintergrund steht natürlich die ganze Zeit die Frage: Warum sind sie hier?

Das Charakterdesign ist bunt und im typischen Visual Novel Anime-Stil. Und wo Visual Novel draufsteht, ist auch vor allem eins drin: Novel. Viel lesen muss man, aber das lohnt sich. Die Geschichte hat mich so in den Bann gezogen, dass ich stundenlang am Stück versucht habe, so schnell wie möglich das beste Ende zu erreichen.
Denn auch typisch für diese Art Spiel sind die verschiedenen Pfade, die man einschlagen kann, um das Ende erheblich zu beeinflussen. Wenn man nicht zufrieden ist, kann man mit dem Storybaum wieder zu beliebigen Orten der Handlung zurückspringen und es nochmal versuchen. Auch die Escape-Room-Parts sind sehr kreativ gestaltet und bringen einen zum Grübeln.

Der automatisch inkludierte zweite Teil der Serie ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen wie das Original und ist eigentlich auch gar nicht nötig – der erste Teil kann getrost für sich stehen. Wer also kein Problem mit größeren Textmengen hat und interessante Charaktere mag, sollte definitiv mal einen Blick auf 999 werfen!

Quelle: Steam
Anna Bertsch
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Anna Bertsch

Annas erstes Videospiel war Pokémon Diamant und seitdem ist sie von den Nintendokonsolen nicht weggekommen.
Trotzdem spielt sie inzwischen bevorzugt FPS am PC, besonders Overwatch.
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