Adventskalender #8 – Multiplayer-Trends 2025: Teamplay statt Solo-Kills – Warum man in Valorant heute ohne Teamwork nichts mehr reißt

Wenn ich an die ersten Tage zurückdenke, als ich angefangen habe, Valorant zu spielen, dann dachte ich, dass Wichtigste sei einfach, möglichst viele Gegner wegzuhauen. Klar, ich wollte der „Carry“ sein, diejenige, die das Spiel im Alleingang dreht und nebenbei mit Freunden labert, die mit krassem Aim und Game Sense, alle killt sowie gleichzeitig alle supported und im Chat alle zum Staunen bringt. So war das früher bei vielen und eigentlich war das auch das Bild, das viele von Shootern hatten. Du bist quasi ein Soloheld, und wenn du schnell genug schießt, bist du der/die beste.

Aber 2025? Heute ist alles anders. Zwar waren diese Fundamente damals schon da, aber jetzt mehr als jemals zuvor. Heute dreht sich bei Valorant alles um Teamplay, Support und Kommunikation. Und ich meine richtig alles. Wenn du keine Lust hast, dich aufs Team einzulassen, wirst du nicht weit kommen. Das hat sich so sehr verändert, dass ich kaum glauben kann, wie viel Wert jetzt auf das Zusammenspiel gelegt wird. Die Entwickler von Valorant haben das von Anfang an ein bisschen so angelegt, aber inzwischen ist Teamwork das absolute Herzstück des Spiels.

Warum Teamplay in Valorant so krass wichtig ist

Valorant ist ein taktischer Shooter. Das heißt nicht nur, dass du gut zielen musst, sondern auch, dass du taktisch clever sein musst. Das Spiel belohnt strategische Planung und vor allem Kooperation mit deinen Teammates. Du kannst noch so gut sein, aber wenn du nicht mit deinem Team sprichst, verlierst du vor allem, wenn alle willkürlich agieren und Gegner alle nur einzeln peaken.

In Valorant funktioniert das so: Du hast eine Map, verschiedene Orte, die das Team verteidigen oder angreifen muss, je nach Side, und ganz verschiedene Agenten mit speziellen Fähigkeiten. Es ist wie eine Mischung aus Shooter und Strategiespiel. Und da zählt eben nicht mehr nur das schnelle Töten von Gegnern, sondern auch das clevere Zusammenspiel sowie die Verwendung von Abilities.

Das bedeutet, dass du manchmal zurückhalten musst, um deinem Team den Rücken freizuhalten. Du musst wissen, wann du deine Fähigkeiten einsetzt, damit dein Team am besten profitiert, und du musst dich darauf verlassen können, dass deine Mitspieler das gleiche machen.

Supporter-Rollen – die unterschätzten Helden von Valorant

Supporter sind oft diejenigen, die nicht so sehr glänzen, weil sie nicht die meisten Kills holen, aber sie sind die wahren Helden. Sage (Healerin) zum Beispiel. Ich spiele sie echt gern, kann meine Teammates heilen und sogar wiederbeleben. Das heißt, sie kann das Team am Leben halten, wenn andere schon fast raus sind. Und glaub mir, das ist Gold wert!

Dann gibt’s noch Brimstone, der mit seinen Rauchgranaten die Sicht blockiert, damit dein Team sicher angreifen oder sich zurückziehen kann. Oder Killjoy, die Fallen legt und das Team vor Überraschungen schützt. Diese Supporter und Smoker sind nicht nur praktisch, sondern bringen das Team erst richtig zum Laufen.

Viele neue Spieler unterschätzen diese Rollen, weil sie denken „Ich will Kills machen!“ Aber ich sag aus Erfahrung, wenn dein Team einen guten Supporter hat, wird es dir tausendmal leichter gemacht, Kills zu holen. Weil sie dich heilen, dir Deckung geben oder wichtige Infos liefern.

Kommunikation – das ist das A und O

Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Ohne Kommunikation geht in Valorant nichts. Es reicht nicht, einfach nur „loszugehen“ und zu hoffen, dass die anderen mitziehen. Nein, du musst sprechen. Mit deinem Team quatschen, ihnen sagen, wo die Gegner sind, welche Strategie du gerade fährst und wann du Unterstützung brauchst, auch wenn es heißt, dass du dich mal zurückhalten musst, um die Teammotivation/Moral zu halten. Es ist wie im echten Leben.

Im High-Elo-Bereich, also bei den richtig guten Spielern, ist das der absolute Standard. Da läuft fast jede Runde über den Voice-Chat. Die Spieler geben sich ganz kurze, klare Ansagen „Enemy A Short“, „Spike dropped B“, „Smoke on Mid“oder gucken wenigstens auf die Mini-Map. Das klingt vielleicht simpel, aber diese Infos machen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage.

Ich persönlich merke das immer wieder: Wenn ich mit meinem Team nicht rede, fühlen sich die Runden chaotisch an, keiner weiß, was die anderen machen. Aber wenn wir gut kommunizieren, läuft alles wie geschmiert. Es macht einfach viel mehr Spaß.

High Elo Valorant – wo Teamplay Pflicht ist

Im High Elo bist du nicht nur ein Shooter, du bist Teil eines Teams, das taktisch perfekt zusammenarbeitet. Da ist kein Platz mehr für Egoismus oder einfaches Rumrennen. Die Spieler dort kennen ihre Rollen genau und wissen, wann sie angreifen oder verteidigen müssen.

Da geht es auch viel um Timing. Wann setze ich meine Fähigkeiten ein, wann pre-aim ich, wann halte ich eine Position? Und vor allem: Wie ergänze ich mich mit meinem Team? Ein Fehler wie mangelnde Kommunikation kann hier schnell das ganze Match kosten.

Ein gutes Beispiel ist, wenn ein Spieler als Support wie Sage nicht rechtzeitig heilt oder wenn ein Brimstone seine Rauchgranaten zu spät oder an der falschen Stelle einsetzt. Das merkt das Team sofort und verliert vielleicht dadurch das Spiel.

Das Schöne ist, wenn du in diesem Bereich lernst, wie wichtig Kommunikation und Support sind, wirst du selbst viel besser und kannst mit deinen Freunden richtig abräumen.

Warum Agenten-Vielfalt das Teamplay fördert

Valorant hat eine große Auswahl an Agenten, jeder mit ganz eigenen Fähigkeiten. Das bedeutet, du kannst dich für die Rolle entscheiden, die am besten zu dir passt,  sei es aggressiv spielen, auf Support setzen oder als Späher fungieren.

Zum Beispiel gibt es Cypher, der mit seinen Kameras und Fallen das Spielfeld überwacht und so dem Team wichtige Infos gibt. Oder Jett, die super mobil ist und schnell aus der Gefahrenzone fliegen kann. Diese Vielfalt macht Valorant so spannend und fördert das Teamplay, weil du immer jemanden brauchst, der das tut, was du nicht kannst. In einem guten Team ergänzen sich die Fähigkeiten perfekt. Der eine blockiert die Sicht, der andere heilt, der nächste spioniert die Gegner aus und der vierte macht den Angriff klar.

Wie ich durch Teamplay viel besser geworden bin

Früher habe ich auch gedacht, dass ich vor allem selbst abliefern muss. Ich wollte den größten Killstreak haben, möglichst viele Gegner alleine erledigen und richtig glänzen. Aber das hat mich oft nur frustriert, weil ich gemerkt habe, dass ich alleine nicht weit komme. Games machen nur im Team Spaß. 

Als ich angefangen habe, mehr mit meinen Freunden zu quatschen, ihnen zu helfen und bewusst Support zu spielen, hat sich mein Spiel komplett verändert. Plötzlich gewinnen wir viel öfter, und ich habe mehr Spaß. Außerdem fühlt man sich als Teil einer Gemeinschaft. Das macht so viel aus, wenn man nicht alleine spielt, sondern zusammen ein Ziel verfolgt. Man freut sich zusammen, motiviert sich gegenseitig und hat richtig gute Vibes.

Warum Teamplay auch für Anfänger wichtig ist

Vielleicht denkst du jetzt: „Okay, das klingt ja alles schön und gut, aber ich bin doch Anfänger, ich kann das noch nicht so gut.“ Aber gerade für Anfänger ist Teamplay mega wichtig! Wenn du von Anfang an lernst, dich abzusprechen und deinen Support zu geben, wirst du viel schneller besser. Du bekommst mehr Vertrauen ins Spiel und andere Spieler helfen dir auch eher, wenn du kooperativ bist. So macht das Ganze viel mehr Spaß, als alleine durch die Map zu rennen und nichts zu reißen.

Technische Entwicklungen machen Teamplay einfacher

Was heute auch total hilft, sind die technischen Möglichkeiten. Valorant hat einen super Voice-Chat eingebaut, der flüssig und leicht zu benutzen ist. Du kannst dich direkt mit deinen Freunden verbinden und in Echtzeit sprechen und die Lautstärke einzelner Mitspieler regulieren.

Außerdem gibt es im Spiel viele Möglichkeiten, schnell und effektiv zu kommunizieren, zum Beispiel durch das Pingen-System. Damit kannst du Orte markieren, ohne reden zu müssen. Das ist mega praktisch, wenn du mal nicht sprechen kannst oder willst, sei es wegen der toxischen Community oder weil man nicht die Laune dazu hat zu riskieren, dass Simps oder Frauenhasser auf einen aufmerksam werden. Durch diese Tools wird Teamplay viel leichter und für jeden zugänglich.

Wie Social-Media den Teamplay-Trend unterstützt

Durch Twitch, YouTube und Co. schauen sich viele Spieler Profi-Streams an, in denen Teamwork total im Mittelpunkt steht. Das motiviert, selbst besser zusammenzuspielen und die Tipps der Profis umzusetzen. Zudem gibt es mittlerweile Communities und Discord-Server (nicht empfehlenswert ist der Valorant Germany Server),  auf denen man gezielt Mitspieler sucht, die Lust auf Teamplay haben. Das verbindet Leute und sorgt dafür, dass nicht mehr jeder nur solo unterwegs ist.

Die Zukunft von Valorant und Teamplay

Ich glaube, dass Teamplay in Valorant und anderen Shootern in Zukunft noch wichtiger wird. Die Entwickler wollen Spiele bauen, die noch taktischer und kooperativer sind. Vielleicht kommen bald noch mehr Rollen, noch ausgefeiltere Kommunikationsmöglichkeiten oder sogar KI-Features, die euch beim Koordinieren helfen. Virtual Reality oder Mixed Reality könnten das Teamgefühl noch viel intensiver machen. Stell dir vor, du kannst deine Teammates quasi direkt vor dir sehen und mit ihnen zusammen planen – das wäre der Hammer!

Mein Fazit: Gemeinsam gewinnt man alles

Also, wenn du in Valorant richtig durchstarten willst, dann vergiss die alte Vorstellung vom „Alleinhelden“. Das Spiel ist heute ein Teamspiel (Bitte sei nicht der toxische Instalock Reyna Main, der keine Calls gibt und wenn er was sagt, andere beleidigt)! Du musst deine Rolle kennen (maybe sogar Support spielen), mit deinem Team sprechen und zusammenarbeiten. Solo-Kills sind zwar immer noch cool, aber das Team gewinnt das Match. Supporter sind die wahren Helden, die oft gar nicht so viel Lob bekommen, aber mega wichtig sind. Und Kommunikation ist das Herzstück von allem.

Also schnapp dir dein Headset, such dir dein Team und fang an, zusammen richtig abzugehen. Denn die Zukunft von Valorant gehört den Teams, die zusammenhalten und nicht denjenigen, die alleine glänzen wollen.

Bildquelle

Hoi Wan Chan