Chroma Gun 2 – Farbtheorie spielerisch

ChromaGun 2: Dye Hard bringt 2025 Farbe ins Spiel – im wahrsten Sinne. Mit einer Kanone, die keine Kugeln, sondern Farben verschießt, löst ihr kreative Rätsel. Entwickelt vom Nürnberger Studio Pixel Maniacs, bietet die Fortsetzung mehr Abwechslung und mehr Spielzeit.

Mit ChromaGun 2: Dye Hard meldet sich das Indie-Studio Pixel Maniacs zurück. Der Titel erscheint 2025, veröffentlicht von PM Studios, und ist schon jetzt auf Steam und im Epic Games Store gelistet.

Der Ursprung der Reihe reicht zurück ins Jahr 2015. Damals nahmen die Entwickler an einem Game Jam („Ludum Dare“) teil. Das Motto lautete „unconventional weapon“, und in nur 72 Stunden entstand die Idee einer Farbkanone. Anstelle von Projektilen, verschießt sie Rot, Blau und Gelb – die Spieler*innen mischen die Farben, um Wände einzufärben, Droiden zu manipulieren oder neue Wege zu erschließen. Aus diesem Prototypen wurde 2016 schließlich das erste ChromaGun.

Nach dem Release des Originals gab es häufig den Vorwurf, das Spiel sei stark von Valves Portal inspiriert. Statt sich davon zu distanzieren, spielen die Entwickler im zweiten Teil bewusst mit diesem Vergleich. Kleine Anspielungen sind eingebaut, doch im Kern bleibt ChromaGun 2 eigenständig. Denn im Gegensatz zu Portal stehen nicht Teleporter, sondern die Farbmechanik im Mittelpunkt – und genau die macht den Reiz aus.

Neu ist aber auch, dass das Studio seit dem ersten Teil gewachsen ist. Das merkt man sofort: Die Level sind größer, abwechslungsreicher und dreidimensional aufgebaut. Mal rätselt ihr in comic-artigen Räumen, mal in ländlichen Szenarien mit Hühnern anstelle von Robotern. Auch die Spielzeit legt ordentlich zu. Statt der eher kurzen Kampagne aus dem ersten Teil, erwarten euch diesmal rund 12 bis 16 Stunden Spielspaß. Das Grundprinzip bleibt aber gleich: Primärfarben mischen, Rätsel lösen, Gegner überlisten. Pixel Maniacs hat aus der Kritik allerdings gelernt und das merkt man, wenn man den ersten teil gespielt hat. Es wirkt alles viel ausgefeilter.

Besonders hervorzuheben ist der Colorblind-Mode, der bereits im ersten Teil vorhanden war und wofür die Entwickler viel positives Feedback bekommen haben. Jede Farbe erhält ein eigenes Symbol, das sich beim Kombinieren ebenfalls mischt. Dadurch können auch Spieler*innen mit Farbsehschwächen die Rätsel nachvollziehen und das volle Erlebnis genießen.

Mein Fazit:

ChromaGun 2 wirkt wie eine Weiterentwicklung in allen Bereichen: größer, schöner, zugänglicher. Der Indie-Charme aus der Game-Jam-Idee ist geblieben, aber das Spiel zeigt nun den Anspruch eines ausgewachsenen Titels. Wer Rätsel liebt und Lust auf etwas Neues zwischen all den Blockbuster-Shootern hat, sollte sich den Release 2025 vormerken.

Lars Funke
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