GTA V: PC vs. Konsole

GTA San Andreas – 27 Mio. verkaufte Exemplare
GTA IV – 25 Mio. verkaufte Exemplare
GTA V – 45 Mio. verkaufte Exemplare

Nicht allzu selten brach GTA-Produzent Rockstar mit solchen Verkaufszahlen sämtliche Rekorde in der Spielegeschichte. Umso größer ist die Spannung und Diskussion bei Release eines neuen Teils der Reihe. Wer also nicht die letzten drei Jahre unter einem Stein lebte, sollte mitbekommen haben, dass nach 4 Jahren Entwicklung erst die Konsolenversion von GTA V und nach 6 Jahren dann auch die PC-Version veröffentlicht wurde.

Wiederholtes Verschieben von Release-Terminen löste bei der Fangemeinde des Franchise Frust, Ärger und sogar Unglauben aus, ob Rockstar überhaupt noch eine PC-Version veröffentlichen würde. Am 14. April 2015 hatte das Warten jedoch dann ein Ende, fast zwei Jahre nach Release der Konsolenversion im September 2013. Nun galt es zu entdecken was in diesen zwei Jahren für den PC optimierte wurde. Nicht allzu unbekannt sind schließlich Beschwerden von großen Ubisofttiteln wie Assassins Creed: Unity, über schlechte Verarbeitung des Spiels für den PC. Da solche Spiele meist exklusiv für die Konsole erscheinen, ist auch die gesamte Spielengine auf die Konsole abgestimmt. Dies führt auf dem PC häufig zu viel zu hohen Hardwareanforderungen, die nicht unbedingt nötig wären.

In diesem Punkt konnte die PC-Version von GTA jedoch klar überzeugen. Verschiedenste Benchmarktests zeigten mittelmäßige bis schlechte Systeme, die es bei angebrachter Grafikanpassung immer noch auf flüssige 50 fps (frames-per-second) schafften. Wer nun aber lieber mit optimaler Grafik spielen möchte und auch die nötige Hardware dafür besitzt, sollte auch zur PC-Version greifen. Auch hier ergeben Vergleiche von Screenshots auf dem PC mit den Nextgenkonsolen Ps4 und Xbox One einen klaren Unterschied zu Gunsten des PCs.

Neben dem Exklusivrecht der Konsolenversion von vor zwei Jahren, was ein schon zugegeben großer Zeitraum für das gleiche Spiel ist, hat sich die PC-Version auch etwas vorenthalten. Dazu gehören neue Missionen, Fahrzeuge, Waffen und der Map-Editor. Dort werden verschiedenste Events und Karten von der Fangemeinde angefertigt und für jedermann veröffentlicht. Ein ebenso wichtiger Vorteil der PC-Version ist und war auch schon immer das Nutzen von Mods. Jeder, der schon mal mit unendlicher Panzerfaustmunition und Unverwundbarkeit durch San Andreas, Liberty City oder in diesem Fall Los Santos gedüst ist, sieht den Nutzen in Modifikationen eines Spiels, das so viele Möglichkeiten dazu bietet.

Was den Preis betrifft kann man sich streiten. GTA V für den PC, als auch für die Nextgenkonsolen Ps4 und Xbox One kostet ca. 60€. Damit hält Rockstar seinen alten Releasepreis immer noch sehr konstant. Ob man nun argumentiert, dass die Nextgenkonsolenversion schließlich fast zwei Jahre älter wär und damit ein niedrigerer Preis angebracht wäre, oder das ein Spiel das vor zwei Jahren schon einmal rausgekommen ist nicht nun als PC-Version teurer anbieten dürfe. Nichts desto trotz sind 60€ für den einen ein Schnäppchen, aber für den anderen auch eine große Investition, die man sich gut überlegen sollte.

Wer nun also bisheriger Konsolennutzer war, kann ebenso gut zur Konsolenversion greifen, wie der bisherige PC-Nutzer zu der PC-Version. Geringe bis große Vorteile, je nach Perspektive, bleiben meiner Meinung nach trotzdem bei der PC-Version. Wer hier Wert darauf legt sein Spiel grafisch und spielerisch zu modifizieren, sollte sich eher diese Version zulegen. Letztendlich bieten einem natürlich beide Versionen viel Spielspaß.

Josef Hauss

Josef Hauss

Josef ist seit ein paar Jahren dabei. Er schätzt und genießt jedes Spiel-Genre gleichermaß und hegt auch sonst keine markanten Orientierungen in der Games-Branche. Hier und da erscheint mal ein Artikel vom Neuesten des Neuesten, wo man auch seinen Namen wiederfinden kann.
Josef Hauss