Seven: The Days Long Gone – Ein neue Art des RPG?

Am Mittwoch durften wir den Stand des Publishers 1MGN besuchen, um dort ihr neues Spiel “Seven: The Days Long Gone” zu testen, welches sie zusammen mit Fool’s Theory entwickeln. Wir spielen einen Dieb, welcher nicht näher benannt ist, der auf eine Art “Gefängnisinsel” geschickt wird, um dort ein Artefakt zu suchen. Man kann hierbei verschiedene Wege einschlagen: Es ist zum Beispiel möglich zu kämpfen, zu schleichen oder jemanden zu bestechen. Das mussten wir sehr schnell selbst erfahren, denn ohne Visa können wir nirgendwo hin. Visa sind, wie der Name schon sagt, Passierscheine oder Visa auf der Insel. Falls man versucht, ohne Visa an einen Ort zu kommen und eine Wache passiert, wird man hart bestraft, manchmal sogar getötet. Jedoch kann man sich sehr einfach an den Wachen vorbeischleichen, falls man entdeckt wird, ist eine Verfolgungsjagd angesagt. Das Wichtigste ist, dass die Spielfigur selbst ein Dieb ist und deshalb nur begrenzte Kampffertigkeiten besitzt.

“Seven: The Days Long Gone” spielt lange Zeit nach einer Apokalypse. Die Welt ist liebevoll gestaltet, in einer Art “Comic-Style”, von den kreativen Köpfen, welche auch bereits hinter dem Leveldesign von “The Witcher 3: Wild Hunt” steckten. Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 4, sodass die Grafikfans auch auf ihre Kosten kommen.

Der Spieler wird auch in moralische Dilemma kommen, bei der Demoversion, die wir spielen durften, haben wir das hautnah erlebt: Wir konnten einem weiteren Gefangenen zur Hilfe eilen oder seinen Angreifer unterstützen. Laut Game Studio wird jede moralische Entscheidung eine andere Konsequenz haben, meist auch unvorhersehbare. Die NPC’s sowie Fähigkeiten eines Spielers werden durch den Tag- und Nachtzyklus beeinflusst. Zum Beispiel kann man in der Stadt in der Nacht besser stehlen.

Das Gameplay macht sehr viel Spaß, das Parkour-Kletter-System erinnerte uns etwas an Mirrors Edge. Die Welt ist jedoch weit offen, was für den Spieler bedeutet: Wo damals eine unsichtbare Wand war, ist heute ein Weg, da muss erst einmal umgedacht werden. Was uns am meisten begeistert hat, ist das Ausbleiben eines klassischen Talentbaums oder gewohnter Level, stattdessen kann der Spieler seine Fähigkeiten über Computerchips beeinflussen.

Das Spiel hat noch keine USK Wertung erhalten, da jedoch Tod und Verbrechen ein Kernteil dieses Spiels sind, wird es wahrscheinlich keine USK-12 Wertung erhalten, jedoch können wir hier nur mutmaßen. Zusammenfassend: Das Spiel “Seven: The Days Long Gone” ist ein Titel, der weiter beobachtet werden sollte, das Leveldesign ist atemberaubend und man wird sofort in die Welt eingesogen.

Am Ende des Posts findet ihr noch ein paar Art-Bilder.

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Kevin Heseler

Digital Native der ersten Stunde.
Gaming ist meine Leidenschaft.