Rocket League – Autofußball auf neuem Niveau

Fußball mit Autos? Kommt einem doch irgendwie bekannt vor. Nicht nur Stefan Raab, sondern auch Publisher Psyonix kam auf eine solch exotische Idee und veröffentlichte das Autoballspiel am 7. Juli 2015. Dabei gilt das neue „Rocket League“ als Nachfolger des im Jahre 2008 bereits erschienenen „Supersonic Acrobatic Rocket-Powered Battle Cars“ (kurz SARPBC). Andere bekannte Produkte des Entwicklers sind z.B. „Mass Effect 3“, „Homefront“, oder „Gears of War“. Reaktionen der Community auf ein für Psyonix untypisches Genre, waren also schwer vorauszusagen.

Das Spielprinzip an sich ist sehr simpel. Man steuert ein futuristisches Auto mit Raketenantrieben und versucht dabei den verhältnismäßig überdimensionalen Ball in das gegnerische Tor zu spielen. Ob ihr dies in der Luft, am Boden, oder an der Wand tut, ist euch überlassen. Wer nach fünf Minuten die meisten Tore macht, hat gewonnen. Lokaler Multiplayer mit Splitscreen, Online Multiplayer, oder persönliches Training gegen die KI sind ebenfalls optional. Dabei kann man mögliche Spieleinstellungen treffen, wie 1vs1, 2vs2, 3vs3, oder 4vs4. Da das Spiel sich u.a. auch in die Kategorie Demolition Derby fassen lässt, kann der ein oder andere es schon mal schnell mit den (Nerven zu tun kriegen). Besonders beim 4vs4 fällt dies unweigerlich auf, wenn sich acht Spieler gleichzeitig auf den Ball stürzen. Wer Pech hat, kann nämlich dabei stumpf explodieren. Nach jedem Spiel, hat man dann Zeit seinen Wagen umzulackieren, oder lustige Gegenstände anzuheften.

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Ein anderes exklusives Feature des Multiplayers ist die Möglichkeit plattformübergreifend zu spielen. Bisher auf der PS4 und am PC erschienen, kann man also auch mit seinem Konsolenfreund zusammen, oder gegeneinander spielen. Ein weiterer bei der allgemeinen Community mittlerweile beliebter Modus, ist das Ranked-Match. Hier kann man im Gegensatz zu den normalen Online-Sitzungen, Punkte durch Siege erlangen, Ränge aufsteigen und gegen angemessene Gegner spielen.

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Die Grafik überzeugt deutlich, da sie bewusst ihren Schwerpunkt nicht auf Realismus sondern auf Actiongeladenen Spielspaß mit vielen futuristischen Lichtern und einem netten Design legt. Höhere Erwartungen, sollte man in dem Genre auch nicht stellen.

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Gameplay und Verarbeitung stehen in perfekter Harmonie, für ein gutes Fazit. Spielspaß mit Freunden auf einer PS4, oder einem PC der nicht ein Vermögen kosten muss, sind also garantiert. Wer leider nicht bei dem aktuell kostenlosen Angebot auf der PS4 zugeschlagen hat, oder wird, kann sich das Spiel für ca. 20€ auf dem PC kaufen.

Rocket League ist damit mein persönliches Überraschungsspiel des Jahres.

Josef Hauss

Josef Hauss

Josef ist seit ein paar Jahren dabei. Er schätzt und genießt jedes Spiel-Genre gleichermaß und hegt auch sonst keine markanten Orientierungen in der Games-Branche. Hier und da erscheint mal ein Artikel vom Neuesten des Neuesten, wo man auch seinen Namen wiederfinden kann.
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