Interview: AC Rogue – mal kurz kritisch betrachtet

Assassins Creed: Rogue, so heißt Ubisofts „Abklatsch“ für diejenigen, die mal lieber Templer statt immer nur Assassinen spielen wollten. Ich habs mir auch mal zugelegt, weil so wie es aussieht, nehme ich an, es wird einer oder vielleicht sogar der letzte AC Titel sein, der auf der PS3 erscheinen wird. Also rein damit in die Konsole.

Ohne mal großartig zu spoilern: Man startet als Assassine und es werden (wie so immer) erst einmal die Grundlagen des Ordens beigebracht. Nach ein paar Missionen passieren unkontrollierbare Dinge, die dafür sorgen dass der Protagonist Shay Patrick Cormac zu den Templern wechselt. Er arbeitet mit Leuten zusammen die Templer sind, ohne es erst einmal zu wissen und rutscht so immer Tiefe in diese Sekte. Das Interessante daran ist, dass die Templer gar nicht so verschieden von den Assassinen dargestellt werden. Ich hätte mir schon etwas mehr Angriffslust von Ihnen gewünscht,  so kam es zumindest immer in den anderen Titeln vor, aus Assassinen-Sichtweise. Aber es war mehr eine Aktion-Reaktionskette. Wer jetzt „gut“ oder „böse“ ist – das ist Ansichtssache.

AC Rogue soll die Lücke zwischen Black Flag und AC 3 schließen. Also werdet ihr dem einen oder anderen bekannten Charakter über den Weg laufen – auf beiden Seiten.

Das Gameplay an sich ist großteils von Black Flag übernommen worden. Anstatt einem Blasrohr gibt es hier jedoch ein lautloses Gewehr, was ebenfalls Pfeile verschießt. Schlafpfeile, Berserkerpfeile und Knallkörper. Mit einem Aufsatz kann man auch Granaten in die Welt schleudern. Da man hier mittlerweile kein Assassine mehr ist, gilt das Credo (keinen Unschuldigen/Zivilisten Schaden zufügen) auch nicht – das heißt ganz einfach man darf Zivilisten gegen Wachen kämpfen lassen. Ebenso kann man einen Berserkerpfeil auch auf Hunden benutzen – selbe Wirkung wie beim Menschen.

Was machen Assassinen am liebsten? Richtig, von Dächern, Heuhaufen, oder aus der Masse aus eliminieren. Damit wird man auch nicht verschont, denn es lauern überall mal NPCs, die euch mit einem Luft-, oder Bodenattentat töten wollen. Reagiert man schnell genug kann man das verhindern. Die andere Option ist, man benutzt ganz einfach die Option Adlerauge, so kann man die neuen Feinde schon vorher ausfindig machen und gegebenenfalls aus der Welt schaffen. Zudem sind die „Bandenanführer“ ranghöhere Assassinen, die besser kämpfen können und hier und da mal die ein oder andere Rauchbombe explodieren lassen. Ziemlich blöd wenn man vergisst seine Gasmaske anzuziehen. Die Gasmaske ist ein neues Feature in Rogue. Man hat die Möglichkeit auch giftige Granaten zu schießen bzw. Fässer mit Gift explodieren zulassen. Wenn man gerade nicht Suizidgefährdet ist, setzt man per Tastendruck die Gasmaske auf und hat seinen Spaß. Das blöde, wie ich persönlich an den „Assassinen NPCs“ finde, ist, dass außer der wichtigen Gegner, die man eliminiert oder auch nicht, diese garnicht wie waschechte Assassinen rüberkommen. Eher so wie irgendwelche Straßengauner. Idee gut, Umsetzung schlecht.

Herumlungern kann man entweder in New York, in River Valley, oder im kalten Nordatlantik. Ja es ist kalt, es schneit und es stürmt. Dort treiben sich die großen Gegner herum. Wer auf Seeschlachten steht ist also herzlich eingeladen das Eis mit seinem Ramsporn zu brechen. Cormacs Schiff ist kleiner als vom Piratenkapitän Kenway, aber das hat mich nicht gestört als ich drei legendäre Schiffe gleichzeitig versenken sollte. Die Drehbrassen kann man jetzt manuell steuern; zielen und schießen. Genau wie in Black Flag sollte man sich aufrüsten indem man Tiere häutet und das Leder für Rüstungen und allerlei benutzt. Anspruchsvoll sind die Weißwale im Nordatlantik, das sind echte Brocken. Wale und Haie gibt es in der virtuellen Welt im übermaß, also kommt mir hier nicht mit Greenpeace o.ä. nur weil wir Pixel vernichten. Für Jagdfaule kann man die Jagdbeute auch im Shop kaufen. Sein Schiff kann man wie bekannt auch aufrüsten, für spezielle Missionen bzw. kaufbar auf Uplay gibts Upgrades von Blackbeards bzw. Edward Kenways Schiffen.

Die Story war kurz aber emotional. Die Missionen sind zum Großteil nicht fremd, aber man muss halt aufpassen nicht aufgespießt zu werden. Es gibt halt doch mehr Assassinen als Templer. Wie auch immer; das Ende von AC Rogue knüpft an AC Unity an. Also freut euch. Ich hatte schon in Brotherhood vorgeschlagen einen Multiplayer mit anpassbaren Charakteren zu erstellen – herzlich Willkommen Coop Modus von Unity.

Okan Kaysim

Okan Kaysim

Freigeist im Socialmedialabyrinth, Virtuose im Web und Gamingveteran.
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