Konsolengeschichten C64

Der C64 war nicht nur 1983 eine Revolution unter den Heimcomputern, sondern hat Videospiele und deren Konsumenten bis heute geprägt.

Wenn sich jemand 1983 in der Bundesrepublik Deutschland einen brandneuen C64 Rechner mit ganzen 64KB RAM leisten konnte, war man sicherlich ganz stolz, denn fast jeder Jugendliche wollte einen haben. Teilweise war dies sogar gut möglich, denn der C64 war einer der ersten bezahlbaren Heimcomputer.

Kinder gingen nach der Schule in die Kaufhäuser, um dort gratis die neusten C64-Spiele zu testen. Dort war es auch einfach möglich, mit seinem besten Freund ein Spiel zu spielen, denn der Computer unterstütze zahlreiche Koop-Titel und eine simple Handhabung. Es bildeten sich Gruppen und Arbeitsgemeinschaften, welche zusammen spielten und programmierten.

Jedoch geriet hierdurch auch die „Videospiele führen zu Gewalt“-Debatte ins Rollen, denn viele Kinder verbrachten Stunden vor den Bildschirmen und spielten für damalige Verhältnisse brutale und aggressiv machende Spiele. Vor allem Raubkopien von Spielen mit rassistischen Inhalten oder propagierende Software, hauptsächlich Spiele, wurden illegal auf Schulhöfen oder per Kleinanzeigen verkauft und beeinflussten das negative Bild sehr stark.

Insgesamt hat der C64 die erste große Bandbreite an „Gamern“ erzeugt und auch die kommenden Konsolen und vor allem Koop-Spiele geprägt. Jedoch gab er auch die Basis für die Verbreitung von illegalen Raubkopien.

Maxmilian Wettig
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