Jugendredaktion im Lockdown – Diese Spiele haben uns begleitet

Auch im vergangen Jahr hat uns die Pandemie begleitet. Viele junge Leute, uns eingeschlossen, mussten auf Treffen mit dem Freundeskreis verzichten. Um dennoch in Kontakt zu bleiben, haben auch wir die Möglichkeiten von Online-Games genutzt und Spieleabende digital verbracht. Besonders in den letzten Jahren hat sich hier viel getan und mittlerweile gibt es eine Vielzahl von leicht zugänglichen, teilweise kostenlosen und kreativen Angeboten.

So fanden viele neue Spiele den Weg ins heimische Zimmer und begeisterten Millionen von Menschen. Auch viele Nichtspieler*innen haben digitale Games für sich entdeckt und es wurde auch generationsübergreifend in der Familie gezockt. Selbstverständlich haben wir uns ebenfalls mit den verschiedensten Online-Spielen beschäftigt und sind über Plattformen wie Discord oder Teamspeak in Kontakt geblieben. Auch auf dem jährlichen Redaktionswochenende haben wir unsere Highlights vorgestellt und verschiedene alte und neue Spiele gemeinsam getestet. Dabei sind uns 3 Kategorien besonders aufgefallen, in die sich die momentan beliebten Titel einreihen: Kreativität, Analog wird Digital und Party-Games. Nur was versteht man unter diesen Kategorien und welche Spiele fallen darunter? Das alles und viel mehr haben wir zusammengefasst, um einen Überblick zu verschaffen und unsere Favoriten vorzustellen.

Dieser Artikel wurde für die Broschüre Digitale Spiele Pädagogisch beurteilt Band 31 geschrieben und ist dort erschienen.

Analog wird Digital

Wer kennt sie nicht, die beliebten analogen Spiele wie Werwolf oder Codenames. Doch im Lockdown wurde es schnell langweilig, diese Spiele immer wieder mit denselben Familienmitgliedern zu spielen. Abhilfe haben dabei Online-Varianten der analogen Klassiker geliefert. Ob Codenames im Browser, Among Us als Werwolf-Klon oder der Tabletop Simulator, der es ermöglicht bekannte Brett- und Kartenspiele digital zu erleben, für jeden ist etwas dabei. Speziell Among Us bietet Spieler*innen ein ganz besonderes Erlebnis, da es dem Prinzip des Klassikers Werwolf entspricht. Mehrere Spielende versuchen einen oder mehrere Verräter*innen in ihren Reihen zu entlarven, welche versuchen, die anderen Mitspielenden auszuschalten. Neben den Spielphasen muss zwischen den Runden diskutiert werden. Dieser kommunikative Aspekt ist besonders knifflig, wenn man die Gesichter der Mitspielenden nicht sieht und es dadurch noch schwierig ist, Lügen zu erkennen. Auch wenn digitale Ableger eine gute Alternative zu analogen Spielen bieten, werden sie für uns die analogen Klassiker nie komplett ersetzen, da das Erlebnis am Familientisch einfach dazugehört.

Kreativität
Bei den kreativen Spielen geht es vor allem darum, seine Vorstellungskraft zu nutzen. So muss bei skribbl.io beispielweise ein Bild aus einem Wort gemalt werden, während andere den Begriff erraten. Bei Gartic Phone gilt es hingegen lustige Sätze zu schreiben, die anschließend von den Mitspielenden gemalt werden. Diese Sätze und die resultierenden Bilder wechseln zwischen den Spielenden, sodass eine lustige Reihenfolge von Bildern und Beschreibungen entsteht. Hier ist es auch nicht wichtig, wie gut man malen kann, die Runden sorgen für viel Spaß und Kreativität bei Jung und Alt. Solche Spiele eignen sich besonders für unerfahrene Spieler*innen, da sie leicht zugänglich sind. Weitere Games, die Köpfchen erfordern sind Geo- oder City-Guesser. Hier sehen alle Spielenden Videos oder Bilder von einem Ort der Welt und müssen raten, wo dieser Ort auf der Erde ist. Hierzu müssen Hinweise wie Straßennamen oder Verkehrsschilder entdeckt und kombiniert werden. Besonders mit älteren Verwandten, die eventuell schon viel von der Welt gesehen haben, können hier interessante Gespräche entstehen.

Party-Games:
Mittlerweile gibt es den achten Teil der Jackbox Party Pack-Reihe und erneut sind 5 unterschiedliche Spiele enthalten, in denen Kreativität, Schlagfertigkeit und Humor gefragt sind. Der Favorit unserer Redaktion war Poll Mine. Zwei Teams müssen jeweils einschätzen, wie die Mehrheit der Mitspielenden bei verrückten Fragen abgestimmt hat. In den anderen Spielen mussten lustige Bilder gemalt oder Wörter aus den Antworten der Mitspielenden zu neuen möglichst absurden Sätzen zusammengesetzt werden. Weapons Drawn war hingegen so komplex, dass es länger dauerte, bis das Spiel verstanden wurde. Für alle Spiele sind fortgeschrittene Englischkenntnisse notwendig und auch der Humor richtet sich eher an ältere Jugendliche. Ähnlich verhält es sich mit What the Dub?!, denn hier wurden aus kurzen Filmszenen Dialoge entfernt. Die Jugendlichen mussten sich möglichst lustige Alternativen ausdenken und abschließend für die Favoriten abstimmen. Solche Partyspiele eignen sich für gemeinsame Spieleabende, alle Mitspielenden benötigen jedoch ein Handy, Tablet oder Computer, jedoch keine separate App.

Weitere Informationen zu den Spielen und Online-Games gibt es hier: https://www.spieleratgeber-nrw.de/Beliebte-Multiplayer-Games.6231.de.1.html

 

Von Marcel Gottstein, Raphael Pohl und Resul Gökce

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